Interaktiver Journalismus

Vielleicht die beste Maßnahme um auf die Glaubwürdigkeits- und Relevanzkritik zu reagieren: der direkte Dialog mit den Menschen und diesen die Möglichkeit einräumen, an Diskussionen teilzunehmen und Einfluß auf das Programm zu nehmen. Hier spielen nicht nur die „großen“ Themen der Politik eine Rolle, sondern alle Lebensbereiche der Menschen können zu bestimmten Zeiten eine besondere Relevanz erlangen.

  • systematische und dauerhafte Suche nach DEN relevanten Themen im Dialog mit den Zuschauern
  • Beteiligung der Zuschauer an der Endauswahl oder der Gewichtung der Themen
  • Präsentation dieser Themen in interaktiven Formaten
  • Vorstellung und Analyse von Problemlösungen
  • Diskussion mit Experten UND Zuschauern über die Handlungsalternativen
  • Je nach Verlauf der Diskussion kann sich Stoff für weitere Sendungen ergeben …

Ermutigende Beispiele:

WFMY Greensboro (North Carolina) in einer mehrtätigen Strecke über die Legalisierung von Marihuana:

WXYZ Detroit (Michigan) übt über mehrere Tage Druck auf General Motors aus, nachdem diese einen in Mexiko gebauten Chevrolet Blazer auf dem Dach des Baseball-Stadions aufgestellt haben – kurz nach der Ankündigung von Werksschließungen, auch in Detroit

Ein ganz besonders interessantes Beispiel ist das „choose the news“ Experiment der Walter Cronkite Journalistenschule in Phoenix, Arizona. Das Ergebnis ist eine 30-minütige Nachrichtensendung, die zur besten Sendezeit auf PBS Arizona ausgestrahlt wurde, die vielleicht erste ihrer Art auf der Welt. Empfohlen sei der dazugehörige Report des Studienleiters.

Die Studenten der Arizona State University haben für „choose the news“ den 2019er Emmy Student Production Award gewonnen!

In Deutschland hat Radio Bremen im März 2019 ein breitangelegtes Projekt gestartet, um die Meinungen der Bremer Bürger zu erfahren, den Radio Bremen Meinungsmelder.

Pressemitteilung ->

Meinungsmelder.de ->

Artikel aus der Zeit zu den Hintergründen ->

Interaktives Fernsehen

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